Der besonders markante Wasserturm wurde 1911 von dem Architekten Friedrich Mettegang erbaut. Im Jugendstil dem Darmstädter Hauptbahnhof angeglichen
und unmittelbar an der historischen Dornheimer Brücke stehend, diente er zur Versorgung des Bahnhofs und der dort stationierten Lokomotiven mit Wasser.
Der aus Ziegeln gemauerte und verputzte Koloss mit Schieferdach, unter dem sich ein Wasserhochbehälter und ein Stellwerk befand, hatte mit Ende der
Dampflokomotivenzeit ausgedient und sollte 1978 abgerissen werden. Das Abbruchgerüst stand bereits, als die Darmstädter Bürger darauf aufmerksam
wurden.
Doch erst der heutige Eigentümer, der Musiker, Komponist und Architekt, Albrecht Pfohl alias „OBO“, rettete eines der markantesten Bauwerke des Jugendstils
in Darmstadt vor der Abrissbirne, in dem er der Bundesbahn das Bauwerk 1986 kurzerhand abkaufte. Seitdem ist die Pflege und der Erhalt dieses Relikts
sein persönlicher Kulturbeitrag und steht nun unter Denkmalschutz. Die Kosten für Unterhaltung und Wartung des Turms werden über Vermietungen für Veranstaltungen finanziert.
Im Jahr 2003 wurde der Wasserturm mit Unterstützung des Landes Hessen, der Stadt Darmstadt und dem Eigentümer saniert und wieder in einen denkmalwürdigen Zustand versetzt.
Wer Interesse an der Durchführung einer Veranstaltung im Turm hat kann sich hier melden: info@wasda.de
Weitere Informationen zum Thema
WASSERTURM DARMSTADT
KULTUR & WERK
gibt es hier:
https://www.darmstadt-stadtlexikon.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserturm_am_Darmstädter_Hauptbahnhof
Die Dachkonstruktion besteht aus einem Holztragwerk, das zusammen mit
dem nach oben offenen stählernen Wassertank die Dachhülle trägt. Der
halbkugelförmige Hängebodentank heißt nach seinem Konstrukteur, Ingenieur
Professor Georg Barkhausen von der TH Hannover, Barkhausen-Behälter.
Eine weitere Besonderheit des Turms ist die Kombination von Wasserhochbehälter
und Stellwerk in einem Gebäude. Es wurden damals nur vier Türme dieser Art in
Deutschland gebaut. Der Darmstädter ist der letzte erhaltene.