Vom 04.09. bis 06.09.2026 traf sich unser Wasserturmverein in Glauchau/Sachsen zur diesjährigen Herbstexkursion.

Der Freitag begann mit der Besichtigung des Bismarckturms in Glauchau.

© Matthias Röthke

© Matthias Röthke

Alte Lungwitzer Str.

08371 Glauchau, Sachsen

50.808500, 12.563861

Es handelt sich um den höchsten (45 m) heute noch existierenden Bismarckturm. Er wurde 1908-1910 mit einem zylindrischen Wasserbehälter (175 m³) erbaut. Der Turm ist einer der wenigen die sowohl als Bismarck- als auch als Wasserturm gebaut wurden. 1950 wurde der Turm aus ideologischen Gründen in „Friedensturm“ umbenannt und behielt diesen Namen bis zur offiziellen Rückbenennung am 19. September 1990.

Bismarckturm Glauchau

Abends trafen wir uns im „Glauchauer Marktrestaurant“ und ließen es uns dort gut schmecken.

Der Sonnabend gehörte traditionsgemäß einer Busrundfahrt um diverse Wassertürme zu besuchen.

Unser Busfahrer war ein Genie und lotste uns durch die engsten Gassen und Kurven.

© Bernd Pawlik

© Bernd Pawlik

Schlachthofstr.

08371 Glauchau, Sachsen

50.82736, 12.55468

Der ehemalige Schlachthof wurde 1895/96 erbaut. Der Wasserturm ist 27 m hoch und besitzt zwei Behälter. 1992 ging er außer Betrieb.

Kreative Produktionsstädte

Industrie.Kultur.Ost – Datenbank

© Bernd Pawlik

Thomas-Mann-Str. 2

08371 Glauchau, Sachsen

50.827680, 12.550140

Sieht zwar nicht so aus, aber es handelt sich um eine ehemalige Wasserstation zur Versorgung der Bahnanlagen. Sie wurde 1885 mit einem Behälter (31 m³) erbaut und 1895 um einen zweiten Behälter (38 m³) ergänzt. 2023 erfolgte eine Sanierung mit Entfernung der beiden Behälteranzeigen sowie des Schornsteins.

Sachsenschiene

© Bernd Pawlik

Obere Muldenstr.

08371 Glauchau, Sachsen

50.81563, 12.52619

Der Turm wurde 1929/30 durch die Siemens Bauunion für eine Wasserreinigungsanlage erbaut. Er ist 20 m hoch und versorgte Glauchauer Industrieunternehmen mit Brauchwasser. Aus dem Mühlbach und der Zwickauer Mulde pumpte man das Wasser durch eine Sandfilteranlage in den Turm nachdem man es über eine Siebanlage vorgereinigt hatte. Der offene Barkhausen-Behälter fasst 500 m³ Wasser. 1958 wurde er stillgelegt.

Kulturdenkmal Freistaat Sachsen

© Bernd Pawlik

Mühlgrabenstr. 1

08371 Glauchau, Sachsen

50.82395, 12.54172

Errichtet 1901 im Jugendstil erfolgte in den 1970er Jahren ein Umbau der Innenanlagen. Im Turm befinden sich drei Behälter. Aufgrund technischer Mängel musste das Bad 1993 geschlossen werden.

Stadtbad Glauchau

Denkmalradar

© Bernd Pawlik

Johannisstr. 16

08056 Zwickau, Sachsen

50.725142, 12.496623

Das Johannisbad aus dem Jahre 1869 ist ein historisches Hallenbad, das Jugendstil und Neogotik mit orientalischer Badekultur verbindet. Im integrierten Wasserturm befanden sich Zisternen sowie Trockenräume für die Wäscherei. Im Turm und den Umbauten im Erdgeschoss waren der Heizkessel und weitere technische Anlagen untergebracht. Der Wasserturm mit Saugesse und (verkürzten) Dampfschornstein sind noch heute erhalten.  Im Turm gab es einen schmiedeeisernen Warm- und Kaltwasserbehälter. Die Erwärmung des Warmwasserbehälters erfolgte durch den abgegebenen Dampf. Nach der Schließung 1991 wegen Baufälligkeit wurde erst entkernt und dann nach mehrjährigen Bauarbeiten im Jahr 2000 im neuen Glanz wiedereröffnet.

Johannisbad Zwickau

Historische Hallenbäder

Ernst-August-Geitner-Str. 1

08064 Zwickau, Sachsen

50.672667, 12.479972

Im Jahre 1913 erbaut und bis 1995 in Betrieb. Er versorgte Oberplanitz und Cainsdorf mit Trinkwasser. Wasserbehälter mit 300 m³ Fassungsvermögen.

Diesen Turm konnten wir besichtigen und von der Aussichtsplattform die herrliche Aussicht genießen.

© Bernd Pawlik

© Bernd Pawlik

August-Schlosser-Str. 41

08064 Zwickau, Sachsen

50.697583, 12.520833

Baujahr 1924/25 mit einem 50 m³ Betonbehälter. Der Turm ist 20 m hoch und versorgt Oberhohndorf mit Trinkwasser.

Kulturdenkmale in Oberhohndorf

© Bernd Pawlik

Kitscherstr. 10

08451 Crimmitschau, Sachsen

50.82137, 12.39344

Der ehemalige Schlachthof wurde 1898/99 erbaut. Der Wasserturm besaß zwei Behälter. Eine Modernisierung des Schlachthofs erfolgte 1993 mit Umgestaltung zur Wohnanlage. Ab 2019 fungiert das Gebäude als kulturelles Zentrum.

Kulturdenkmäler Crimmitschau

Hofeweg

08371 Glauchau, Sachsen

50.827373, 12.498528

Baujahr 1935 für die Wasserversorgung der neuen Großsiedlung in Glauchau-Gesau. Der Betonbehälter hat ein Fassungsvermögen von 125 m³. Der Turm ging im Jahre 2000 außer Betrieb.

Auch hier gab es eine Besichtigung mit Aussicht.

© Bernd Pawlik

Nun ist Sonntag und unser Wasserturmtreffen schon wieder vorbei. Heute sind wir mit dem PKW unterwegs und wer mag schaut sich noch folgendes an:

© Bernd Pawlik

Pflockenstr. 28

09376 Oelsnitz/Erzgebirge, Sachsen

50.725111, 12.729778

1922/23 wurde der neue Förderturm für den Kaiserin-Augusta-Schacht erbaut. Im Inneren befindet sich ein 41 m³ fassender Brauchwasserbehälter. Die Errichtung erfolgte in Eisenfachwerkbauweise mit Ziegelausfachung im Heimatschutzstil. Der Entwurf stammt von vom Chemnitzer Architekten Erich Basarke.

Das Bergbaumuseum schauen wir uns an.

Anschauungsbergwerk

Bergbaumuseum Oelsnitz/Erzgebirge

© Bernd Pawlik

Am Forsthaus

08371 Glauchau, Sachsen

50.790329, 12.575538

Etwas versteckt im Rümpfwald befindet sich der Alte Wasserturm, der zur Versorgung des Genesungsheims König-Georg-Stift diente.

Kulturdenkmale in Glauchau

© Bernd Pawlik

Schlachthofstr. 7

09366 Stollberg, Sachsen

50.71300, 12.77913

Der Alte Schlachthof in Stollberg im Erzgebirge wurde im Jahr 1899 erbaut, im Jahr 1991 geschlossen und dient heute als lebendiges Kultur- und Begegnungszentrum. 1663: Die Stadt Stollberg erwähnt zum ersten Mal einen sogenannten „Kuttelhof“ als frühen Vorläufer eines Schlachthofs, wie in der Chronik – Stollberg / Erzgebirge nachzulesen ist. 1899: Die Stadt errichtet das neue Schlachthofgebäude als markanten Backsteinbau. Im Inneren arbeitet eine moderne Kälte- und Maschinenanlage. 1991 bis 1992: Nach fast einem Jahrhundert Betrieb schließt der Schlachthof.